BaSiGo - Bausteine für Sicherheit von Großveranstaltungen

Fachgebiet „Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik“

Das Lehr- und Forschungsgebiet Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik SVPT (Herr Prof. Gerlach) ist Teil des Fachzentrums Verkehr des Fachbereiches Bauingenieurwesen der Universität Wuppertal. Bei allen Aktivitäten stehen die integrierte Betrachtung im Rahmen der Stadt-, Regional- und Verkehrsplanung, sowie die Wechselbeziehungen zwischen Mensch, Verkehr und Umwelt im Vordergrund. Das Fachgebiet bringt Erfahrungen und Kenntnisse aus dem Projekt „VeRSiert“ mit ein, indem bereits erste Erkenntnisse über Großveranstaltungen anhand des Szenarios „Kölner Lichter“ gewonnen werden konnten.

Aufgaben im Projekt

Ziel des Teilvorhabens des Lehr- und Forschungsgebietes Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik ist es, zunächst detaillierte Informationen zum An- und Abreiseverkehr von Großveranstaltungen zu gewinnen. Dies geschieht zum einen durch die Recherche und Analyse bereits durchgeführter Zählungen und zum anderen durch eigene Erhebungen. Durch eine detaillierte Analyse der Verkehrsdaten sollen Richtgrößen zum An- und Abreiseverkehr für verschiedene Veranstaltungstypen entwickelt werden. Derartige differenzierte Kenngrößen existieren derzeit nicht. Diese Richtgrößen sollen den Veranstaltern helfen, das Verkehrsaufkommen ihrer Veranstaltung im Vorfeld einzuschätzen und somit dazu beitragen, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Der zu betrachtende Bereich ist dabei das Umfeld des eigentlichen Veranstaltungsgeländes. Der Untersuchungsraum berücksichtigt die Ankunft/Abreise über öffentliche Verkehrsmittel (Hauptbahnhof, Straßenbahn- und Bushaltestellen), die An-/Abreise mit dem eigenen Kfz (Parkplätze, Parkstände) sowie die nicht-motorisierte An-/Abreise (Fahrradfahrer und Fußgänger) im regionalen Einzugsbereich bis hin zum Veranstaltungsgelände. Der zu betrachtende Bereich wird den jeweiligen Gegebenheiten der Veranstaltung individuell angepasst und festgelegt.

Auf Grundlage der gewonnenen Verkehrsdaten soll dann die Verknüpfung von makroskopischen mit mikroskopischen Aspekten in der Simulation erreicht werden. Ziele sind es dabei, die Verkehrsströme und deren Flussrichtung besser prognostizieren, etwaige Engpässe bei allen Verkehrsteilsystemen (einschl. Fußgängerverkehr) identifizieren und eine optimale Verkehrsabwicklung vorbereiten zu können. Diese Ergebnisse sollen dann in die im Gesamtprojekt zu entwickelnden Sicherheitsbausteine einfließen und somit dazu beitragen, die Sicherheit der Abwicklung des Besucherverkehrs durch verbesserte Planungsprozesse von Großveranstaltungen zu erhöhen.

Des Weiteren wird durch die Erstellung eines modularen und übertragbaren Demonstrators eines Schulungsmoduls auf E-Learning-Basis für Mitarbeiter des ÖPNV (vor allem für kleine und mittlere Verkehrsunternehmen) und von Verkehrsleitzentralen für Großveranstaltungsverkehre durch die Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen von Großveranstaltungen und gleichzeitig der Belange aller relevanten Akteure ein Mehrwert an Sicherheit erreicht werden.

Bei der Bearbeitung dieses Teilvorhabens wird das Lehr- und Forschungsgebiet durch zwei Unterauftragnehmer unterstützt.