Veranstaltungsphasen

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Einleitung

Eine wissenschaftliche Vergleichbarkeit von Veranstaltungen und die Übertragung der Erkenntnisse auf andere Ereignisse lässt nur durch eine strukturierte Erfassung der Veranstaltungsereignisse bewerkstelligen. Hierzu ist es notwendig, die genauen zeitlichen Abläufe von Veranstaltungen zu abstrahieren und zu gruppieren.

In BaSiGo haben die beteiligten, unterschiedlichen Akteure gemeinsam basierend auf realen Beispielveranstaltungen eine Struktur entwickelt, die einen allgemeinen Ablauf unabhängig von einer spezifischen VeranstaltungIm allgemeinen Sinne organisierte Treffen von Menschen über eine bestimmte Zeit an einem bestimmten Ort oder mehreren Orten gleichzeitig zu einem vorher festgelegten Zweck. Sie werden grundsätzlich zeitlich vorher geplant. beschreibt. Die dabei aktuelle Einteilung wurde durch die Verfeinerung einer groben Struktur erarbeitet. Die fünf Phasen sind durch bestimmte Schlüsselereignisse voneinander abgegrenzt. Der Übergang zwischen den einzelnen Phasen ist ab einem gewissen Detaillierungsgrad fließend und nur noch schwer abbildbar. Daher stellt die aktuelle Strukturierung einen Kompromiss zwischen der notwendigen Detailtiefe für die Arbeitsfähigkeit auf wissenschaftlicher und praktischer Ebene und der Zusammenfassung von Einzelereignissen insbesondere für nicht erfahrene Akteure dar. Um dies zu verdeutlichen ist daher die Durchführungsphase beispielhaft noch einmal genauer in Unterprozesse unterteilt.

Ideenphase

Zu diesem Zeitpunkt hat der Veranstalter einer Großveranstaltung-> Veranstaltungen, bei denen ein -> ''erhöhtes Gefährdungspotenzial'' aufgrund der Art der Veranstaltung vorliegt oder bei denen die Zahl der -> ''Besucher'' größer als ein Drittel der Einwohnerzahl bzw. größer als 5.000 ist. Sie erfordern eine behördliche Genehmigung sowie eine qualifizierte Zusammenarbeit der -> ''Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)'' mit den -> ''Veranstaltern'' und anderen Beteiligten. eine grobe Vorstellung seiner Projektidee. Dazu gehört auch eine Recherche zur realistischen Abschätzung der Realisierbarkeit der Idee (Plausibilitäts- und Kompatibilitätsprüfung). Dies soll vermeiden, dass nicht umsetzbare Ideen weiter verfolgt werden und in die weiteren Phasen übertreten. Der VeranstalterDerjenige, der für die jeweilige Veranstaltung die Verantwortung trägt. ist auf der Suche nach Unterlagen, die ihn bei der Umsetzung seiner Idee unterstützen können. Anhand dieser spricht der Veranstalter mit möglichen Partnern sowie Dritten (z.B. Vermieter, Behörden) und entwickelt ein passendes Konzept für die Umsetzung seiner Idee und erstellt in diesem Zusammenhang eine Machbarkeitsstudie.

Planungsphase

Diese Phase beginnt mit der Detailplanung zum Einstieg in das Genehmigungsverfahren. Der Veranstalter ist dabei ein entsprechendes Veranstaltungskonzept zu entwerfen und daraus resultierend ein Sicherheitskonzept zu entwickeln, welches die notwendigen Maßnahmen aufgrund der Risikoanalyse betrachtet. In gemeinsamen bzw. bilateralen Gesprächen mit den Genehmigungsbehörden werden diese erläutert. Die Genehmigungsbehörden geben im Einvernehmen eine entsprechende Stellungnahme hierzu ab, fordern Nachbesserungen oder stellen Auflagen, die zur Genehmigung zu erfüllen sind. Die Planungsphase geht mit der konkreten Inaussichtstellung der Genehmigung beziehungsweise der Erlaubnis der Veranstaltung durch die zuständige(n) Behörde(n) in die Umsetzungsphase über.

Umsetzungsphase

Die Umsetzungsphase beginnt bei überwiegender Wahrscheinlichkeit einer Realisierung der Veranstaltung. Sie beinhaltet die weitere Vorbereitung und Planung der Veranstaltung bis zu Beginn der Veranstaltung für die einzelnen Akteure. Entsprechend ihrer Zuständigkeiten ist der Umfang für die einzelnen Akteure sehr unterschiedlich. In der Umsetzungsphase können aufgrund von notwendigen Abweichungen vom Veranstaltungskonzept unter anderem noch Änderungen im Sicherheitskonzept erfolgen. Sie dürfen allerdings nicht die grundsätzliche Genehmigung der Veranstaltung in Frage stellen. Die Planungen für die Veranstaltungen werden im Einzelnen konkretisiert, sofern es für die Genehmigung nicht bereits erforderlich war.

Durchführungsphase

Die Phase beginnt mit der Aufnahme der veranstaltungsbezogenen Aktivitäten vor Ort. Die eigentliche Veranstaltung kann in einem dreigliedrigen Modell abgebildet werden: die Aufbauphase, die Veranstaltungsphase und die Abbauphase. Die drei Abschnitte sind durch ihre jeweiligen besonderen Charakteristika besonders geprägt. Daneben sind die An- und Abreiseströme zu berücksichtigen. Die Durchführungsphase beginnt und endet für die einzelnen Akteure zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Diese Zeitpunkte definieren sich durch die Berührung des entsprechenden Akteurs gemäß ihrer Zuständigkeit mit Punkten, die relevant für den Ablauf der Veranstaltung sind. Für den Veranstalter beginnt diese Phase zum Beispiel mit dem Aufbau des Veranstaltungsgeländes. Das Ende dieser Phase ist ebenfalls akteursspezifisch.

Der Übergang von der Aufbauphase zur Veranstaltungsphase beziehungsweise weiter zur Abbauphase ist durch die Veranstaltungszeiten festgelegt. Mit Beginn der Veranstaltungszeit sollte / wird die Aufbauphase beendet (werden). Die Abbauphase fängt nach dem Ende der Veranstaltungszeit an. Bei mehrtätigen Veranstaltungen tritt der Phasenwechsel tagesweise auf und ist durch die täglichen „Öffnungszeiten“ bestimmt.

In der Aufbauphase werden die Planungen verwirklicht und wenn notwendig von den zuständigen Stellen überprüft und verbessert. Aber auch die Belieferung der einzelnen Stände erfolgt in diesem Zeitraum. Während der Veranstaltungsphase wird der Event von den eigentlichen Besuchern genutzt. In der Abbauphase erfolgt die Wiederherstellung des Ursprungszustandes des Veranstaltungsgeländes. Auch dieser Vorgang wird, wenn notwendig, von den entsprechenden Stellen kontrolliert. Bei mehrtätigen Veranstaltungen können einzelne Aspekte der Abbauphase, wie die Müllentsorgung, in der nachfolgenden Aufbauphase auftreten.

Nachbereitungsphase

In der letzten Phase der Großveranstaltung wird der Ablauf des gesamten Prozesses von allen notwendigen Akteuren kritisch beleuchtet und eventuelle Fehler analysiert. Aber auch positive Ereignisse werden besprochen, um diese festzuhalten. Die Ergebnisse fließen dann bei anderen Veranstaltungen beziehungsweise bei Wiederholung dieser Veranstaltung in das neue Genehmigungsverfahren mit ein. Die Nachbereitungsphase trägt zur fortlaufenden Optimierung und Handlungssicherheit der Akteure bei.



Autor: Frank Altenbrunn (Berliner FeuerwehrEine öffentliche oder private Einrichtung zur Abwehr von -> ''Gefahren'' für Leben, Gesundheit und Sachen durch Brände, Explosionen, Überschwemmungen, -> ''Unfälle'' und ähnliche Ereignisse. Daneben kann sie noch andere Aufgaben, insbesondere des vorbeugenden -> ''Brandschutzes'', wahrnehmen. Einzelheiten sind in den gesetzlichen Regelungen der Länder und des Bundes festgelegt. Öffentliche Feuerwehren können aus Berufsfeuerwehren und/oder Freiwilligen Feuerwehren oder auch aus Pflichtfeuerwehren bestehen. Private Feuerwehren können Werkfeuerwehren und Betriebsfeuerwehren sein. Freiwillige Feuerwehren und Pflichtfeuerwehren können in Ortsfeuerwehren (Feuerwehr eines Ortsteils einer Gemeinde) unterteilt sein.) in Abstimmung der Projektpartner Deutsche Hochschule der PolizeiBehörden des Bundes und der Länder mit Befugnissen zur Aufrechterhaltung der -> ''öffentlichen Sicherheit'' bei -> ''Gefahr'' im Verzug. Der Bund verfügt über die Bundespolizei, den Zoll, das Bundeskriminalamt (BKA) und inspiziert die Bereitschaftspolizeien der Länder. Die Länder verfügen neben der Bereitschaftspolizei über die Schutzpolizei (einschließlich Wasserschutzpolizei) und die Kriminalpolizei. Bundesgrenzschutzverbände und Bereitschaftspolizei sind in Verbänden und Einheiten, Grenzschutzeinzeldienst, Zoll, Schutzpolizei und Kriminalpolizei sowie die Bayerische Grenzpolizei einzeln dienstlich organisiert. Rechtsgrundlagen der Länderpolizeien sind die Polizeiorganisationsgesetze der Länder. (DHPol), Fachgebiet "Polizeiliches KrisenmanagementAlle Maßnahmen zur Vermeidung von, Verbreitung auf, Erkennung und Bewältigung sowie Nachbereitung von -> ''Krisen''.", Berliner Feuerwehr, Berufsfeuerwehr München, IBIT GmbH